Pflege
Mechanische Uhren aufbewahren
Sauber, trocken, gepolstert und fern von Magneten. Damit ist das Wichtigste gesagt. Eine stehende Uhr in einer guten Box ist monatelang bestens aufgehoben.
Bevor du sie wegräumst
- Entferne Schweiß und Schmutz, die Stahl angreifen und Leder zersetzen können. So reinigst du eine Uhr.
- Lass sie vollständig trocknen, vor allem das Armband.
- Schraub die Krone zu oder drück sie ganz hinein, damit Staub und Feuchtigkeit draußen bleiben.
- Notier das Datum des letzten Service, damit du weißt, woran du bist, wenn du sie wieder hervorholst.
Wo du sie aufbewahrst
- Eine Uhrenbox oder Uhrenrolle mit einzelnen Kissen verhindert, dass sich die Uhren gegenseitig zerkratzen. Die Originalbox eignet sich ebenfalls gut.
- An einem trockenen Ort mit gleichmäßigem Klima. Meide Badezimmer, Fensterbänke, Autos, Dachböden und Garagen. Schnelle Temperaturwechsel und Feuchtigkeit sind der Feind.
- Fern von Magneten. Nicht auf Lautsprechern, nicht neben Laptops oder Smartphones und nicht in einer Box mit Magnetverschluss. Hier steht, warum.
- Ohne direktes Sonnenlicht, das Zifferblätter, Armbänder und Leuchtmasse über die Jahre ausbleicht.
Armbänder
Leder hält länger, wenn es flach und trocken liegt und nicht eng geschlossen ist. Für längere Aufbewahrung nimm es von der Uhr ab oder lass es um das Kissen der Box liegen, statt es zu knicken. Kautschuk kann bleiben, wie er ist; halte ihn nur aus der Sonne. Metallbänder brauchen nichts Besonderes, nur sauber und trocken sollten sie sein.
Sollte sie weiterlaufen?
Das musst du nicht. Es schadet einer Uhr nicht, wenn sie stehen bleibt, und ein ganzes Jahr auf dem Uhrenbeweger bringt nur zusätzliche Stunden Verschleiß. Manche Uhrmacher empfehlen, eine aufbewahrte Uhr alle paar Monate ein, zwei Tage laufen zu lassen, damit sich die Schmierstoffe verteilen und du siehst, dass sie noch gesund ist. Das ist eine vernünftige Gewohnheit, die eine Minute kostet, und es gibt keinen handfesten Beleg, dass es schadet, sie auszulassen.
Die Ausnahme ist eine Uhr mit ewigem Kalender oder Mondphase: Sie neu einzustellen ist mühsam, deshalb verdient sich ein Uhrenbeweger dort seinen Platz.
Langfristige Aufbewahrung (ein Jahr oder länger)
- Öle altern, ob die Uhr läuft oder nicht. Liegt sie viele Jahre, rechne damit, dass sie früher einen Service braucht.
- Lass die Wasserdichtigkeit prüfen, bevor du wieder mit ihr schwimmen gehst. Dichtungen verhärten auch in der Schublade.
- Bewahre Papiere, Box und Belege zusammen mit ihr auf; sie zählen für den Wert.
Behalte im Kopf, was in der Box liegt
Aufbewahrte Uhren geraten leicht in Vergessenheit. Watch Winder führt jede Uhr in einer Liste, ob sie läuft oder steht, samt Notizen, und kann dich erinnern, wenn eine lange genug gelegen hat, um mal wieder einen Tag zu laufen.
Häufige Fragen
Schadet es, eine mechanische Uhr stehen zu lassen?
Nein. Eine stehende Uhr nutzt sich nicht ab. Riskant wird es nur beim Neustart: Stell das Datum mit Bedacht und meide dabei die Zeit von 21 bis 3 Uhr.
Wie oft sollte eine aufbewahrte Uhr laufen?
Eine feste Regel gibt es nicht. Viele lassen sie alle paar Monate ein, zwei Tage laufen. Das verteilt die Öle und zeigt dir, ob sie noch funktioniert.
Wo bewahrt man eine Uhr am besten auf?
In einer gepolsterten Uhrenbox, in einem trockenen Raum mit gleichmäßiger Temperatur, fern von Sonnenlicht, Lautsprechern, Laptops und anderen Magneten.
Kann ich Uhren in einem Tresor aufbewahren?
Ja, aber Tresore sind oft feucht. Leg Silikagel-Beutel hinein und erneuere sie alle paar Monate.
Sollte ich eine Automatikuhr auf einem Uhrenbeweger aufbewahren?
Nur wenn sie eine Komplikation hat, die schwer neu einzustellen ist, etwa einen ewigen Kalender. Sonst bringt ein Uhrenbeweger Verschleiß ohne Nutzen.